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04. Juni 2004

Peking: Kontrolle über das Internet

Peking, 04.06.2004: Passend zum 15. Jahrestag des Massakers auf dem Tienanmen-Platz erreicht uns die Nachricht, dass in den vergangenen drei Monaten in der Volksrepublik China von der Regierung 16.000 Internetcafés geschlossen worden sind. Der Staat will die Kontrolle über das Internet.

In der Volksrepublik nutzen trotz Armut und Restriktionen knapp 80 Millionen Menschen das Internet. Für viele Nutzer sind die Internetcafés der einzige Zugang zum Internet.

Die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtet über die Absicht der Regierung, zwar die Internetnutzung zu fördern, die zugänglichen Informationen jedoch zu kontrollieren. Es wurde ausserdem eine zweimonatige Kampagne gestartet, um E-Mails und Handy-Kurznachrichten mit falschen oder kriminellen Botschaften zu stoppen.

Begründet werden die Maßnahmen mit dem Kampf gegen die Kriminalität. In China werden geschmuggelte Autos oder falsche Diplome oft per SMS angeboten. Die Vermutung liegt jedoch nahe, dass in Wirklichkeit unkontrollierte Kommunikation innerhalb und ausserhalb des Landes be- und verhindert werden soll.

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