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23. November 2011

Abzocke am Handy mit WAP-Billing

In letzter Zeit berichten immer mehr KonsumentInnen über überhöhte Handyrechnungen wegen sogenannten WAP-Billing Abos, die nicht bewusst abgeschlossen wurden.

Die Betroffenen klicken in kostenlosen Handy-Apps auf eingeblendete Werbebanner und werden auf sogenannte WAP-Seiten weitergeleitet, die nicht von "normalen Internetseiten" zu unterscheiden sind. Manchmal gelangen sie auch über Links aus ungewollten SMS zu einer solchen Seite. Durch das Öffnen der WAP-Seite werden Daten an den Seitenbetreiber weitergeleitet, die es ermöglichen den Nutzer zu identifizieren. Dies nützen Abzocker aus: Sie melden dem jeweiligen Mobilfunkbetreiber, dass der Nutzer der Telefonnummer XY ein Abo auf deren Seite abgeschlossen habe. Dieses angebliche Abo wird dann auf der Handyrechnung unter der Bezeichnung "WAP-Abo" o.ä. verrechnet, die Kosten betragen bis zu ca. 60 Euro im Monat.

Das Problem: im Gegenteil zu ungewollten Mehrwert-Abos ist hier eine Mehrwertsperre nicht hilfreich – auch wenn das von den Hotlines der Mobilfunkanbieter oft als Gegenmaßnahme empfohlen wird!! Auch weigern sich Mobilfunkanbieter in Praxis den Posten auf Anfrage der KonsumentInnen auszubuchen und verweisen auf den unseriösen Seitenbetreiber!

Wir empfehlen in solchen Fällen die Rechnung dennoch zu beeinspruchen und – sollte der Einspruch nicht erfolgreich sein – ein Schlichtungsverfahren bei der RTR einzuleiten.

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