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29. April 2008

Internet Ombudsmann präsentiert Jahresbericht 2007

E-Commerce-Beschwerden von KonsumentInnen stiegen weiter

7.456  Beschwerden: Internet Ombudsmann forderte 2007 mehr als 860.000,- Euro erfolgreich für KonsumentInnen zurück. Beschwerden über vermeintliche Gratisangebote, die sich im Nachhinein als kostenpflichtig herausstellen, sind Beschwerdegrund Nummer 1.

Im Jahr 2007 haben sich die Beschwerden von KonsumentInnen beim Internet Ombudsmann (www.ombudsmann.at) um fast 60 Prozent erhöht. Die vom Bundesministerium für Soziales und Konsumentenschutz und der Bundesarbeitskammer unterstützte außergerichtliche Streitschlichtungsstelle für den Online-Handel wurde im Jahr 2007 in 7.456 Fällen um Hilfe ersucht. Im Jahr 2006 waren es noch 4.730 Beschwerdefälle, die von den ExpertInnen des Internet Ombudsmann behandelt werden mussten.

Insgesamt löste der Internet Ombudsmann im Jahr 2007 Streitfälle im Wert von 862.000,- Euro im Sinne der KonsumentInnen. Neben der Abwendung ungerechtfertigter Zahlungsaufforderungen wurden Rückzahlungen des Kaufbetrages erreicht oder für eine ordnungsgemäße Lieferung der Produkte und Dienstleistungen interveniert. Der durchschnittliche Streitwert (bzw. die Schadenssumme) lag im Jahr 2007 bereits bei 144 Euro pro Fall.

Mit den über 7.456 im Jahr 2007 bearbeiteten Beschwerdefällen entlastete das Projekt Internet Ombudsmann nicht nur die ordentlichen Gerichte enorm, auch beträchtliche Zusatzkosten, wie Anwalts- und Verfahrenskosten konnten für die betroffenen KonsumentInnen vermieden werden. 

Hauptgründe für Beschwerden beim Internet Ombudsmann waren Probleme beim Vertragsrücktritt bzw. bei Reklamationen (85,7%), Probleme mit einer nicht ordnungsgemäß oder zeitgerecht durchgeführten Lieferung (6,6%) und zusätzliche Kosten oder Preiserhöhungen (1,5%).

Die hohe Anzahl von Problemen beim Vertragsrücktritt ist auf die vermeintlichen Gratis- oder Testangebote zurückzuführen, die sich im Nachhinein als Kostenfalle für KonsumentInnen herausstellten.

So täuschten zum Beispiel eine Gruppe von Website-Betreibern (z. B. lebensprognose.com u. ä.) durch schwer bzw. nicht auffindbare Preisangaben tausenden KonsumentInnen Gratis-Angebote vor, um später gegen die KonsumentInnen mit Inkassobüros vorzugehen. Detaillierte Warnungen vor diesen Websites finden sich auf der "Watchlist" des Internet Ombudsmann unter www.ombudsmann.at.

"Gerade viele Internet-Einsteiger sind auf diese vermeintlichen ′Gratis-Dienste′ hereingefallen und haben dann aus Angst vor Inkassobüros die erhaltenen Rechnungen bezahlt. Hier sind vor allem Bildungs- und Präventionsmaßnahmen notwendig, um zu verhindern, dass KonsumentInnen allzu einfach in die Falle tappen", so Ronald Hechenberger, Projektleiter des Internet Ombudsmann.

Der umfassende Jahresbericht des Internet Ombudsmann kann unter  kontakt@ombudsmann.at gratis bestellt werden und ist unter http://www.ombudsmann.at auch digital abrufbar.

Der Internet Ombudsmann existiert seit Ende 1999 und wurde vom Österreichischen Institut für angewandte Telekommunikation (www.oiat.at) initiiert und gemeinsam mit dem Verein für Konsumenteninformation entwickelt. Das Projekt ist heute europaweit anerkannt und die größte außergerichtliche Streitschlichtungsstelle für den Online-Handel. Der Internet Ombudsmann initiierte Partnerprojekte in mehreren europäischen Ländern, darunter Deutschland, Ungarn und Polen, und arbeitet mit diesen bei der Lösung von grenzüberschreitenden Problemen eng zusammen.

Der Internet Ombudsmann ist eine von der EU-Kommission anerkannte außergerichtliche Streitschlichtungsstelle und wird seit 2003 vom Bundesministerium für Soziales und Konsumentenschutz seit Anfang 2007 auch von der Bundesarbeitskammer gefördert.

Meldung von Beschwerde-Fällen an den Internet Ombudsmann unter www.ombudsmann.at.

 

Ansprechpartner

DI Ronald Hechenberger

Projektleiter Internet Ombudsmann

Geschäftsführer des Österreichischen Instituts für angewandte Telekommunikation - ÖIAT

Telefon: 01 5952112

E-Mail: hechenberger@ombudsmann.at


Der INTERNET OMBUDSMANN JAHRESBERICHT 2007  steht hier zum Download bereit.

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Projektträger

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