02. Februar 2007
Alle Parteien gegen Internetkriminalität
In einem Entschließungsantrag aller fünf im Parlament vertretenen Parteien wird die Bundesregierung ersucht, ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Bekämpfung der Internetkriminalität zu erarbeiten.
SPÖ-Konsumentenschutzsprecher Johann Maier begrüßte es, dass alle fünf Parteien die Brisanz dieser kriminellen Machenschaften im World Wide Web erkannt haben und auch gemeinsam bekämpfen wollen.
Großer Handlungsbedarf Der SPÖ-Konsumentenschutzsprecher wies darauf hin, dass die Beschwerden über unredliche bzw. kriminelle Machenschaften im Internet sprunghaft zugenommen haben und in Zukunft noch weit stärker ansteigen werden, falls nicht rasch gegensteuert werde.
Allein beim Internet Ombudsmann gingen im Jahr 2006 über 3000 Beschwerden über unseriose Unternehmen ein, die hauptsächlich nach dem Muster der sogenannten "Gratis-Angebote" agieren, die danach in sehr kostspielige Dauerverträge übergehen, ohne dass der Kunde dies beabsichtigt.
In den Konsumentenschutzabteilungen der Arbeiterkammern in ganz Österreich gibt es über unseriöse Internetanbieter bis zu 2.000 Beschwerden im Monat.
Phishing-Mails, mit denen Kontonummern und Passwörter ausgeforscht werden sollen, illegale und teure Einwahlprogramme und unseriöse Anbieter, die für gar keine oder mangelhafte Leistungen hohe Forderungen - auch über Anwälte und Inkassobüros eintreiben lassen, machen Internet-Usern zur Zeit das Leben schwer.
Das Team des Internet Ombudsmann und die Kollegen der anderen Konsumentenschutzorganisationen (AK, VKI, BMSG,...) stehen den Betroffenen bei Problemen dieser Art gerne beratend zur Seite.